Die Geschichte einer Marke.

Die Schuhmanufaktur Brunate wurde 1926 von Vittorio Galli, einem fähigen Geschäftsmann, und Giovanni Volonté, einem ausgezeichneten Techniker und Hersteller, gegründet.

Die erste Spezialisierung besteht in der Produktion von qualitativ hochwertigen Kinderschuhen. So konnte man sich besser auf dem sich rivalisierenden Markt behaupten, der mit verschiedenen Massenprodukten seit Beginn des Jahrhunderts existierte. Nach überstandener Weltkrise in den Jahren 1929 und 1930, wurde 1936 für die Produktion ein Bau von circa 800qm und ein Mehrfamilienhaus mit Büroräumen errichtet. Nach dem Tod des Gründers Vittorio 1939, tritt die erste Person der zweiten Generation in das Unternehmen ein. Die gerade 19jährige Letizia Galli, hat die schwere Last, das Unternehmen während des zweiten Weltkrieges zu profilieren.

 

Brunate, la storia.

 

Nachdem im Jahr 1943 frühzeitig der Teilhaber Giovanni Volontè stirbt, wird dieser nach einigen Jahren durch seinen Sohn Giacomo ersetzt. Nach Ende des Krieges kehrt der älteste Galli, Elia, zurück und unterstützt die Neuorganisation des Unternehmens, um in einer sich normalisierenden Situation weiter zu existieren und weiterzuentwickeln, auch graphisch. Brunate produziert weiterhin schuhe für Kinder. 1949 zerstört ein Feuer den kompletten Teil der Produktionsstätte und das Lager. In kurzer Zeit erfolgt der Wiederaufbau und gegen Ende der 50er Jahre wird mit dem Eintritt der letzten beiden Galli-Erben, die Leitung der Schuhmanufaktur Brunate vervollständigt. Zwischen den Jahren 1955 und 1960 wird die Produktion in Lomazzo vergrößert und eine weitere Produktionsstätte in Tradate (ca. 15km entfernt) erbaut. Die Zahl der Belegschaft steigt auf 200 Mitarbeiter.

 

Ein einzigartiges Gespür für die Produkte (geschmackvolle „Schühchen“) und der Markt bringen Brunate zum Erreichen des maximalen qualitativen und quantitativen Niveaus in Italien (und nebenbei, in Europa). Zwischen den Jahren 1965 und 1975 ist das Unternehmen am höchsten Produktionspotenzial und erlangt extremes Wohlgefallen auf dem Markt. In den 80er Jahren steigt der Druck der Gewerkschaften und die wirtschaftlichen Turbulenzen, finanziell und sozial, die eine Entlokalisierung erzwingt, wenn nicht sogar die Schließung zahlreicher Unternehmen mit hoher Anzahl an Arbeitskräften im Norden und Osten von Italien. Einer der sträkstbetroffenen Bereiche ist der, der Schuhwaren (Vigevano, die Welthauptstadt der Schuhe, durchlebt schwierige Zeiten). Es leiden besonders die Unternehmen, die Kinderschuhe produzierten. Die Provinzen, in denen die Krise am stärksten zu spüren ist, sind Turin, Alessandria, Pavia, Varese, Como und Mailand; gleichzeitig entstehen und organisieren sich neue Produktionsstrukturen, modernisierte und rationalisierte Regionen werden durch geringe Lohnkosten und mit öffentlichen Finanzmitteln gefördert. Die Küste Brenta in Venezien, die Marche, die Toskana, Apulien und die Region um Neapel präsentieren eine neue Generation der Schuhproduktion in Italien.

 

Brunate schafft es, nur geringes Kapital an traditioneller Schuhmanufaktur zu verlieren, das sich in über 50 Jahren durch die Aktivität von zwei Generationen aus fähigen Geschäftsführern, Technikern und Arbeitern gebildet hat. Gegen Mitte der 80er Jahre strukturiert sich das Unternehmen neu und beginnt auch Damen- und Herrenschuhe zu produzieren. Im Kielwasser seiner Tradition ist das Produkt von hoher Qualität: Die Hauptmärkte sind Europa mit Deutschland als führendem Markt, Nordamerika, Australien und Japan.


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